Der erste Heckenschnitt
Hecken aus Liguster, Hainbuche, Buche sowie immergrüne wie Thuja oder Scheinzypresse haben nun kräftig ausgetrieben und sind häufig etwas aus der Form geraten. Sie erhalten Ende Juni bis Mitte Juli einen Pflegeschnitt.

 

Schnitt-Tipp 1:

Beim Sommerschnitt nicht zu tief schneiden und nie über die Ebene des Neutriebs hinaus! Sonst verlieren die Gehölze zuviel Blattmasse und werden geschwächt. Stärkeres Einkürzen sommergrüner Laubgehölze am besten in die Vegetationsruhe Ende Februar verlegen.

Schnitt-Tipp 2:

Ein trapezförmiges Profil ist ideal. Hecken daher möglichst so schneiden, dass sie an der Basis breiter sind und sich zur Krone hin verjüngen. So sind alle Gehölzpartien immer gut belichtet und die Laubdecke bleibt von oben bis unten dicht.

Schnitt-Tipp 3:

Exakte Formen machen oft den Reiz von Schnitthecken aus, gelingen aber besonders bei größeren Exemplaren nicht immer „aus der Hand“. Scheuen Sie sich daher nicht, als Hilfsmittel Schnüre zu spannen oder eine Schablone anzulegen.

Schnitt-Tipp 4:

Immmergrüne Hecken mit großem Laub wie Lorbeer-Kirsche oder Stechpalme bitte nicht mit der Heckenschere schneiden! Das hinterlässt an den Blättern hässliche braune Schnittränder. Besser Trieb für Trieb mit der Gartenschere einkürzen.

Gelesen in „GartenFlora“, Juli 2015