Rosen richtig schneiden

Grundschnittregeln für alle Rosenarten

  • Alle durch Krankheiten, Verletzungen oder Frost geschädigten, bräunlichen oder schwarzen Triebe werden bis in das gesunde, innen noch grünlich weiße Holz zurückgeschnitten.
    Sehr dünne und schwache Triebe werden ebenfalls am Triebansatz entfernt
  • Danach den Strauch auslichten. Dabei werden alle vergreisten Triebe entfernt. Nur so kann Sonnenlicht auf die unteren Knospen fallen und diese anregen neue Triebe zu entwickeln.(Verjüngung) Allerdings sollte darauf geachtet werden das nicht mehr als 40% der vorhandenen Triebe entfernt werden und so ein Gleichgewicht zwischen Älteren und Neutrieben zu gewährleisten
  • Beim Schnitt auf die Wuchsform achten. Die Triebe in der Mitte des Strauches etwas höher die äußeren etwas mehr kürzen. Bei Rosenbeeten oder Gruppen gilt dieser Formschnitt natürlich für die gesamte Rosengruppe.
  • Wenn sich Triebe überkreuzen, wird der Schwächere zu Gunsten des Stärkeren herausgeschnitten. So können sie sich nicht gegenseitig verletzten, was das Eindringen von Krankheiten bedeuten kann.
  • Die richtige Schnittführung: Die Schere wird etwa 5mm oberhalb einer Knospe (Auge) schräg angesetzt, damit Regenwasser ablaufen kann. Idealerweise sollte das Auge vom Strauchinneren weg nach außen weisen.

Den größten Fehler, den sie machen können, ist gar nicht schneiden!

Beet- und Edelrosen schneiden

Es gibt eine Regel, die besagt: stark wachsende Pflanzen weniger tief schneiden, als schwach wachsende Rosenstöcke. Die gleiche Regel gilt auch für einzelne Triebe.
Beispiel: stark wachsende Triebe auf etwa fünf bis sieben Augen, schwache auf ca. drei Augen und ganz dünne Triebe bis auf drei mm zur Veredelungsstelle abschneiden
Edelrosen auf ca. drei bis sechs Augen zurückschneiden, das sind ca. 20 cm.
Wenn Schnittrosen mit kräftigen langen Stielen erzielt werden sollen, dann um 1-2 Augen tiefer schneiden. Bei allen Schnittmaßnahmen sollte aber auf eine schöne halbkugelige Form der Pflanze geachtet werden.

Beetrosen stehen meist in Gruppen zusammen und sollten einheitlich vorne am äußeren Rand niedriger und nach hinten ansteigend geschnitten werden. Schnitttiefe bei niedrigen Beetrosen 20-30cm. ( bis auf 2-3 Augen )

Faustregel: mindestens um die Hälfte einkürzen, besser noch um 2/3 der Gesamtlänge des Strauches.

Bei Kleinstrauchrosen (die zur Blüte ca. 1,00m – 1,20m hoch werden) auf 40cm bis höchstens 50 cm zurückschneiden.

Diese Anleitung von Martina und weitere Informationen mit Bildern zum Schnitt von Stammrosen, Englischen, einmal- und öfter blühenden Strauchrosen, Rambler-, und Kletterrosen finden Sie auf der fantastischen Website von Martina und Hermann Döpke.

https://www.rosenparadies-loccum.de

In Kurzform als pdf hier: https://sd23baa84c4796327.jimcontent.com/download/version/1521550830/module/13998994823/name/Rosen%20schneiden%20in%20Kurzform.pdf

Vielen Dank, Martina!